Das die zweite Tasche, die ich in der Gesamtserie angefertigt habe. Und sie hat mehrere Jahre gebraucht bis zur Fertigstellung. Mir gingen schlicht und ergreifend zwischendrin die Tüten aus.
Was war der Impuls für diese Mammutarbeit? Ich hatte über die Jahre einen Berg von bunten Plastiktüten gesammelt und sah irgendwann zufällig eine Technik, welche mithilfe eines Bügeleisens Plastiktüten miteinander zu einem kräftigen Material verschweißt. Da ich eine ASMR sensible Person bin und bestimmte akustische Geräusche bei mir einem inneren Schnurrrrrzustand auslösen – das Knistern von Plastiktüten gehört dazu – wusste ich, das muss ich machen. Egal, was ich später mit dem Material anstelle.
Da die ersten Versuche, das entstandene Material zu verarbeiten, eher semi-inspirierend earen, kam ich irgendwann auf die Falttechnik der ersten Tasche (Vogue-Tasche). Mein Forschergeist fand sehr schnell heraus, dass aus Material und Falttechnik eine hervorragende Polsterung entstand. Prädestiniert für eine Laptoptasche. Und ich habe gar keinen Laptop! Einziges Manko: Die Schultergurtaufhängung ist instabil, da mir ein Lötkolben fehlt. Das muss nachgebessert werden …
Materialien: Bunte Plastiktüten, ein grauer Müllsack, Duschringe, Gurte, Nylonfaden